TK-News
50 Jahre Herzschrittmacher
Chemnitz, 7. Oktober 2008. Vor 50 Jahren, am 8. Oktober 1958, implantierten Ärzte in Stockholm zum ersten Mal einen Herzschrittmacher bei einem Menschen. Damals eine Sensation, die Medizingeschichte schrieb. Dank der technischen Entwicklung gehört der Eingriff heute für Kardiologen zum Standardprogramm. Allein in Sachsen wurde im vergangenen Jahr bei 4.755 Patienten ein Herzschrittmacher implantiert, berichtet die Techniker Krankenkasse (TK) und bezieht sich dabei auf Zahlen der Geschäftsstelle Qualitätssicherung Sachsen.
Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind häufig altersbedingt. Das zeigt sich auch beim Durchschnittsalter der Patienten, die einen Herzschrittmacher bekamen: In Sachsen lag dies bei knapp 76 Jahren (75,6). Allerdings benötigten auch 49 Patienten, die unter 40 Jahre alt waren, einen Schrittmacher.
Nach Geschlechtern betrachtet gab es kaum Unterschiede. Die Verteilung ist mit 50,9 Prozent Männern und 49,1 Prozent Frauen fast ausgeglichen.
Die Lebensdauer eines Herzschrittmachers liegt durchschnittlich bei etwa acht Jahren, wobei es zum Teil erhebliche Unterschiede geben kann. Ursachen können technische oder medizinische Gründe sein, je nach eingesetztem Modell und gesundheitlichen Umständen. Bei 1.371 Patienten wurde im Jahr 2007 der Herzschrittmacher teilweise oder ganz ausgetauscht.
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