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Wirtschaft

Magazin: US-Chiphersteller Micron hat Übernahmeoption für Qimonda

Allein in Dresden stehen dabei 1000 der 3000 Arbeitsplätze auf dem Spiel


Foto: ddp

Düsseldorf/Dresden (ddp-lsc). Die beiden Chiphersteller Micron und Infineon haben offenbar eine Übernahmeoption für die defizitäre Infineon-Tochter Qimonda ausgehandelt. Wie die "Wirtschaftswoche" berichtet, ist die Option Teil der Vereinbarung, die das US-Unternehmen Micron und Qimonda Mitte Oktober getroffen haben. Micron hatte für 400 Millionen Dollar in bar die 35,6-prozentige Beteiligung übernommen, die Qimonda am taiwanischen Chipunternehmen Inotera Memories besaß. Qimonda will mit der Summe die eigene Restrukturierung voranbringen. Allein in Dresden stehen dabei 1000 der 3000 Arbeitsplätze auf dem Spiel, weltweit sollen 3000 von 13 000 Stellen abgebaut werden.

Micron soll sich dem Bericht zufolge von Infineon die Option gesichert haben, zu einem späteren Zeitpunkt die abgespeckten Reste von Qimonda zu übernehmen. Die Kosten für die Inotera-Anteile würden Micron von Infineon beim Kauf der Qimonda-Anteile angerechnet. "Für diese Struktur des Deals spricht einiges", bestätigte ein Aufsichtsratsmitglied von Infineon dem Magazin.

(ddp)


Erschienen am 15.11.2008

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