Kleine Galerie präsentiert erstmals Intarsienarbeiten
Ehemaliger Crossener beschäftigt sich seit Jahren mit Holzkunst
Bei der Vernissage kam Ulrich Spreer (r.) mit Besucher Rainer Theumer aus Lunzenau ins Gespräch.
Foto: Wiegand Sturm
Rochsburg. Das Interesse war groß, als der in Leimersheim am Rhein lebende Ulrich Spreer seine Ausstellung mit Intarsienkunst auf Schloss Rochsburg eröffnete. Selbst für Museumsleiterin Sylvia Karsch ist diese Schau ein Novum. "Wir haben die Eröffnung einer Ausstellung, die für uns etwas Neues darstellt. Diese Bilder sind nicht so sehr geläufig", sagte sie in ihrer Rede zu Beginn der Vernissage. Malerei, Grafik, aber auch Klöppelkunst und anderes Kunsthandwerk bildeten in der Vergangenheit den Schwerpunkt bei den Sonderausstellung, die regelmäßig in der Kleinen Galerie des Schlosses Rochsburg stattfinden.
Die Technik selbst, durch das Zusammensetzen verschiedener Holzarten und -farben Bilder entstehen zu lassen, ist uralt und kam mit den Arabern im Mittelalter nach Europa. Bis heute ist Intarsienkunst oft nur bei Möbeln verwendet worden. Doch Ulrich Spreer hat sich für eine andere Bearbeitungsart entschieden.
Schon seit den 1970er Jahren beschäftigte sich der ursprünglich aus dem Lunzenauer Ortsteil Cossen kommende Künstler mit dem Thema. "Holz war schon immer interessant für mich. Es hat mir einfach zugesagt, verschiedene Hölzer zu einem Bild zusammenzusetzen", erzählt der ausgebildete Tischler. Als er noch zu DDR-Zeiten in einem Betrieb in Lunzenau arbeitete, kam er mit Intarsien erstmals in Berührung.
Vor knapp fünf Jahren vertiefte er sich dann noch mehr in sein Hobby. Erste Ausstellungen ergaben sich. Die Resonanz war seiner Aussage nach rundweg positiv. Dieser Zuspruch veranlasste ihn, weiter daran zu arbeiten. Allerdings merkt er noch an: "Das ist ein reines Hobby. Zwar können die Leute bei Interesse die Bilder auch kaufen. Zum Beruf will ich das aber nicht machen."
Die Intarsienbilder selbst beschäftigen sich mit verschiedenen Themen: Urlaubserlebnisse, Naturmotive, aber auch Stillleben und abstrakte Kunst gehören dazu. Der eine oder andere Gast der Eröffnung erkannte daher auch einige der Motive aus eigenen Erlebnissen wieder.
Von Robert Gruner
Erschienen am 17.11.2008
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