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Freie Presse - Lokalredaktion Freiberg

Es weihnachtet mehr auf dem Freiberger Christmarkt

Stadtmarketing GmbH hat erstmals allein den Hut auf und will vieles anders machen


Freiberg.Wenn am 28. November der 19. Freiberger Christmarkt seine Türen öffnet, soll vieles anders sein. Das jedenfalls verspricht Gerd Przybyla, Chef der Stadtmarketing GmbH, die erstmals allein den Hut für das Festtreiben auf hat. Das Ziel ist ehrgeizig: "Von den vielen Weihnachtsmärkten in Deutschland soll sich der Freiberger künftig ganz deutlich unterscheiden."

Przybyla findet: "Wir können auf eine etablierte Veranstaltung aufbauen, aber der Markt muss emotionaler werden. Die Leute sollen die weihnachtliche Stimmung erleben." Deshalb möchte der Stadtmarketingchef Socken und Unterwäsche genauso wie amerikanischen Jingle Bell ein für allemal verdammen. Was in diesem Jahr noch nicht ganz gelungen sei, da Verträge zum Teil schon standen.

Die Marketingleute haben zudem am Erscheinungsbild des Marktes gefeilt. Weihnachtsbaum und Pyramide rücken weiter auseinander, "damit jedes für sich wirkt". Es gibt eine neue, beheizte Bühne. Auf dieser werden jeden Nachmittag kleine und große Künstler ihre Programme präsentieren von der Blasmusik über Irish-Folk bis hin zur Kinderzaubershow. Es wird einen extra Familientag geben und eine "Silberne Weihnacht", die vor allem für die älteren Mitmenschen gedacht ist. Neu ist auch die Beleuchtung.

Damit die Jüngsten nicht mehr nur brav mit ihren Eltern schlendern müssen, gibt es für sie erstmals eine Wichtel-Werkstatt am Obermarkt 17. Hier können sie von Donnerstag- bis Sonntagnachmittag basteln, gemeinsam singen, Memory oder Theater spielen und werden von Fachpersonal betreut.

Wichtig war es Przybyla auch, die Gewerbetreibenden der Stadt stärker ins Boot zu holen. So werden sich die Händler des Obermarktes mit einem Märchenmemory in das Geschehen einbringen. Dazu verstecken sie verschiedene Märchenfiguren in ihren Schaufenstern, die die Kinder finden und zuordnen sollen. Als Belohnung für richtige Antworten gibt es einen Stempel und kleine Überraschungen. Mit einer Premiere wartet auch das Gebietsmanagement der Bahnhofsvorstadt auf. Es hat einen Adventskalender organisiert: 48 Fachhändler und Dienstleister öffnen täglich zwei Türchen und überraschen ihre Kunden mit Aktionen. Und Gerd Przybyla denkt schon ein Jahr weiter: Dann soll es auch am Untermarkt weihnachtlich werden.

Service

Der 19. Freiberger Christmarkt öffnet vom 28. November bis 22. Dezember, jeweils Montag bis Donnerstag von 10 bis 20 Uhr, Freitag und Samstag, 10 bis 21 Uhr sowie Sonntag von 10.30 bis 21 Uhr. 88 Händler werden ihre Waren anbieten. Die Bergparade marschiert am 6. Dezember, 18 Uhr.


Von Kerstin Blossey

Erschienen am 14.11.2008

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