"Freiberg braucht mehr ausländische Studenten"
Der neue Rektor der TU Bergakademie plant nicht nur für eine einjährige Amtszeit
Bernd Meyer.
Foto: Eckardt Mildner
Freiberg. Seit voriger Woche ist der 56-jährige Professor Bernd Meyer Rektor der TU Bergakademie Freiberg. Weil das am Freitag im Landtag zum Beschluss stehende neue sächsische Hochschulgesetz auch eine Neubesetzung der Gremien vorsieht, wird Meyer sein Amt voraussichtlich zunächst nur etwa ein Jahr lang ausüben können. Was ihm dabei wichtig ist, das verriet er Gabriele Fleischer und Sven Frommhold.
Freie Presse: Rektor für ein Jahr - in dieser Zeit kann man die Universität nicht gerade umkrempeln ...
Bernd Meyer: Darum geht es auch nicht. Vielmehr will ich den eingeschlagenen Weg mit neuen Akzenten fortsetzen. Und natürlich werde ich mich auch bei der ersten Rektorwahl nach den Regelungen des geänderten sächsischen Hochschulgesetzes bewerben.
Freie Presse: Neue Akzente?
Meyer: Ja, ich möchte erreichen, dass alle Gruppen der Universität noch stärker an der Entwicklung der Einrichtung mitwirken, auch am Aufbau der neuen Grundordnung, die uns die Hochschulreform vorgibt. So will ich eine Hochschulversammlung etablieren, in der wir gemeinsam über die Zukunft der Bergakademie diskutieren.
Freie Presse: In der Auseinandersetzung um das sächsische Hochschulgesetz bemängeln Studenten, dass sie zu wenig Einfluss nehmen können ...
Meyer: Das verstehe ich, ich kann sie aber nicht gegenüber anderen Gruppen bevorzugen. Die Studenten haben starke Positionen bei der Gestaltung von Lehre und Studium. Die sollen und müssen sie nutzen.
Freie Presse: In welche Richtung schwenkt die Uni unter Ihrer Leitung?
Meyer: Ziel ist es, unser Profil weiter zu schärfen. Ich möchte zusätzliche Spitzenprojekte anschieben.
Erschienen am 13.11.2008
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