Verpackungshersteller drängt ins zweite Europa
Montara GmbH in Siebenlehn will den indischen Markt erobern
Yvonne Rudel von der Montara GmbH zeigt einen Sequenzwagen, auf dem die Produkte griffsicher auf leicht gängigen Schubladen platziert sind.
Foto: Eckardt Mildner
Siebenlehn. Die Siebenlehner Montara GmbH strebt auf den indischen Markt. Der Verpackungshersteller für die Geräte-, aber vor allem die Automobilindustrie nutzt die Aufbruchstimmung in dem Staat in Südasien. "Im vergangenen Jahr gab es in Indien 1,5 Millionen Autos. Diese Zahl wird sich in den nächsten Jahren auf 4,5 bis 5 Millionen erhöhen", weiß Geschäftsführer Christoph Dimer. Dementsprechend würde der Bedarf an intelligenten Verpackungssystemen wachsen. Die ersten Geschäftsbeziehungen sind bereits geknüpft.
So stellt das Siebenlehner Unternehmen für Ford in Chennai (früher Madras) Verpackungen her. Und auch für Flextronic in Bangalore, einem weltweit führenden Fertigungsdienstleister für elektronische Komponenten mit Sitz in Singapur, arbeitet Montara.
Dimers Visionen gehen aber noch weiter. "Wenn man einen neuen Markt erobert, steckt man erst einmal viel Geld hinein, ehe man etwas verdient", erklärt er. Um diese Entwicklungskosten zu optimieren, hat er sich Partner ins Boot geholt - Unternehmen, die ergänzende Produkte produzieren und marktführend sind. Dazu gehört zum Beispiel die Paul Müller GmbH im Sauerland. Diese stellt unter anderem Transport-Metallgestelle her. Ein weiterer Partner ist die Viebahn Systemtechnik GmbH aus Nordrhein-Westfalen, die sich auf kundenspezifische Transportmittel spezialisiert hat.
Und auch ein Textilverpackungshersteller aus England hat sich angeschlossen. Bei der International Pack Tech India 2008 am 19. November soll das Gesamtkonzept erstmals vorgestellt werden. "Dann werden wir eine Rundreise durch Indien unternehmen und unter anderem Tata Motors, denen mittlerweile auch Jaguar und Rover gehört, sowie VW besuchen", erklärt Dimer.
Von Ute George
Erschienen am 12.11.2008
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