Landratsamt steckt noch in Aufbruchphase
EDV-Probleme und Antragsflut sollen zügig bearbeitet werden
Freiberg. Zeit ist das größte Problem für Mittelsachsens Landrat Volker Uhlig (CDU). Deshalb daure auch die Umstrukturierung noch an. Immerhin, so Uhlig, der jetzt Herr über 1700 Beschäftigte ist, seien mit Döbeln, Mittweida und Freiberg drei regionale Befindlichkeiten zusammenzuführen. Bis Jahresende soll der Umzug aber abgeschlossen sein, hieß es am Dienstag zur 100-tägigen Bilanz.
A und O dürfte ein funktionierendes Datennetz sein, an dem getüftelt wird. Daraus erkläre sich auch der Antragsstau. Den größten gibt es im Amt für Familie und Soziales. Der allerdings sei bereits eine "Altlast", also vom Freistaat übernommen. 5690 Anträge auf Leistungen für Schwerbehinderte und Landesblindengeld stecken in der Warteschleife. Bis zu zwei Jahre würden einige Betroffene ausharren. Uhlig versprach aber, die Bescheide zügig zu verschicken.
Personell sei das neue Landratsamt gut ausgestattet, auch wenn von den 470 zugeteilten Bediensteten des Freistaates nicht alle gekommen sind. Jetzt gebe es lediglich noch in einigen Teilbereichen Ausschreibungen. Die acht vakanten Stellen in den Straßenmeistereien seien inzwischen besetzt. Bei allen Aufbruchproblemen würden sich die "Neuen" gut einbringen. Selbst wenn Uhlig sich Stück für Stück den Kreis erschließen würde, musste er am Dienstag auf die Frage, wo Goldhausen liegt, passen. Aber auch an diese Kreisgrenze hinter Döbeln werde er noch kommen. Dazu würden Kommunaltage beitragen. Premiere ist am 26. November in Burgstädt. Die Ausschüsse des Kreistages tagen weiter wechselnd an verschiedenen Orten.
Von Gabriele Fleischer
Erschienen am 11.11.2008
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