Die Glocken sind wieder im Turm
Große öffentliche Anteilnahme beim vormittäglichen Schauspiel in Meinersdorf
Heinz Böhm aus Gornsdorf, ehemaliger Meinersdorfer, nutzte wie viele andere am Montag die Gelegenheit, die Glocken des neuen Geläuts aus der Nähe zu fotografieren. Am Vormittag wurden sie hoch zum Kirchturm gehievt und eingeholt.
Foto: Andreas Tannert
Meinersdorf. Das Geläut der Meinersdorfer Marienkirche ist am Montagvormittag unter reger öffentlicher Anteilnahme in den Glockenturm gehievt worden.
Ein Spezialunternehmen aus Berlin erledigte die delikate Aufgabe. Auf der Meinersdorfer Hauptstraße standen die Zaungäste Spalier, Fotoapparate blitzten. Im Garten des Pfarramtes hatten sich staunende Kinder zu Dutzenden versammelt. Autofahrer blickten ungläubig nach oben, und auch die Bauarbeiter in der Schulstraße gönnten sich einen Augenblick Pause, um das Schauspiel zu beobachten.
Die Glocken wurden zunächst an einem langen Kranarm, der das Turmkreuz der Kirche überragte, auf die Höhe des Turmfensters gebracht. Mit einem zweiten Seil wurde die Glocke eingeholt und von den Spezialisten durch die Turmöffnung bugsiert. Das dauerte seine Zeit. Eine Glocke nach der anderen nahm diesen Weg. Zwei Glocken waren am 2. Oktober in Lauchhammer aus Bronze neu gegossen worden. Die dritte, aus dem Jahr 1920 stammende Bronzeglocke wurde in Lauchhammer gereinigt und bleibt Teil des Geläuts.
Die Kirchensanierung in Meinersdorf wird fortgesetzt. Die alten Eisenhartgussglocken, deren Klang die Meinersdorfer seit 1949 begleitet hat, stehen jetzt auf dem Meinersdorfer Friedhof. (ros)
Erschienen am 17.11.2008
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