Narren beenden Faschingspause
Köthensdorfer wachen aus dem Dornröschenschlaf auf
Der Köthensdorfer Karnevalsklub schwört die Gäste auf die Faschingssaison ein. Nach sieben Jahren Faschingspause sind die Narren wieder im Tauraer Ortsteil aktiv.
Foto: Andreas Seidel
Taura/Köthensdorf.Etwa 100 Faschingsbegeisterte haben am Sonnabend beim Nachthemdenball im Landgasthof Köthensdorf die Rückkehr des närrischen Treibens in ihr Dorf gefeiert. Ihr Schwur, "künftig ein einig Volk von Narren zu sein", war nach sieben Jahren Faschings-Pause Balsam in den Ohren von Karnevals-Präsident Manfred Meinig. "Schön war, das Stammpublikum von früher wiederzusehen. Sieben Stunden lang hat die Band Comeback aus Rochlitz gespielt. Die Stimmung war klasse", sagte er.
"Wir sind wieder hier, in unserem Revier", gab der Chef seiner Anhängerschar das Motto für die tollen Tage im Februar mit auf den Weg. Der Nachthemdenball, bei dem für seinen Geschmack "viel zu viele viel zu viel unten drunter an hatten", war für ihn nur der Auftakt "zum Sich-Wiederfinden von Faschingsmachern und Publikum".
Mit dem Einmarsch des "vorläufigen Achter-Rates" war das Eis schnell gebrochen. Die Aktiven demonstrierten, weshalb so lange Funkstille war. Das Publikum amüsierte sich. Ein kleines Programm der neu formierten Faschingsgilde zum "Köthensdorfer Nachtleben" fand Anklang.
"Unser Gasthof ist endlich wieder offen. Wirt und Verein wollen an einem Strang ziehen und den Karneval wieder aufblühen lassen", so Meinig. Nachwuchs werde gebraucht, da alle im Verein bereits jenseits der 40 sind. Er selbst hat 1979 als Knapp-über-20-Jähriger begonnen, närrische Veranstaltungen mit zu gestalten. "Es war immer toll", erinnert sich Wirt Andreas Delling. Ohne Fasching habe dem Ort etwas gefehlt. Dem Verein geht es nicht nur um die fünfte Jahreszeit. Daneben könne durchaus auch ein Frühlings- oder Sommernachtsball organisiert werden, sagte Meinig.
Von Rita Türpe
Erschienen am 16.11.2008
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