Große Auftritte spornen junge Turnerin an
Lisa-Marie Berthold aus Hartmannsdorf tritt am Samstag bei Meisterschaft in Zwickau an
Hartmannsdorf. Am Samstag erfüllt sich für Lisa-Marie Berthold ein Traum: Die zehnjährige Hartmannsdorferin wird bei der Gau-Meisterschaft der Turner in Zwickau für ihren Heimatort an den Start gehen. Qualifiziert hat sie sich, wie die anderen Mädchen ihrer Mannschaft auch, durch hervorragendes Abschneiden bei Wettbewerben auf Kreisebene.
Mindestens ebenso stolz ist sie darauf, ihr Können beim Weihnachts-Schauturnen des Turnvereins Hartmannsdorf am ersten Adventssonntag im Bürgersaal der Gemeinde zeigen zu dürfen. Dort werden ihre Eltern und viele Bekannte in den Zuschauerreihen sitzen. Sie weiß, die Erwachsenen halten große Stücke auf die Sportangebote, die der Verein für Hartmannsdorfer jeden Alters anbietet. Das Publikum kennt die Akteure oft schon seit Jahren und soll ruhig staunen. Die Zehnjährige und ihre Trainingsgefährten aus der Kindergruppe haben hinzu gelernt. Lisa-Marie ist sicher, dass die jüngsten Turnerinnen deshalb nun ebenso viel Aufmerksamkeit bekommen werden wie die Akrobaten, die Gymnastik-Frauen oder die im Ort sehr populären Turner der Alte-Herren-Riege. Oft hat sie sich schon über verblüffte Gesichter amüsiert, weil Zuschauer es unglaublich fanden, "wie viel Kraft ein schlankes, zierliches Mädchen hat". "Dafür verzichte ich meist aufs Naschen und trainiere dreimal in der Woche", verriet sie.
Glücklich ist die junge Turnerin vor allem, dass ihr ein "dummer Zwischenfall" nicht die Chance auf Teilnahme an den beiden wichtigen Veranstaltungen geraubt hat. Nach einem dreifachen Armbruch, der beim Training am Stufenbarren passiert war, hatte sie lange gebangt. Doch mit enormem Trainings-Fleiß hat sie den Rückstand aufholen können. Lisa-Marie fühlt sich fit, ihre Stärken zu zeigen. Dazu gehören Übungen am Reck, aber auch schwierige Saltos und Sprünge. "Den meisten Spaß macht das Training, wenn man Neues ausprobieren kann", meint sie. So habe sie gemerkt, dass ihr Saltos auf dem Trampolin liegen. Sie begann, ähnliche Elemente in ihre Übung am Boden und bei den Abgängen vom Schwebebalken und Stufenbarren einzubauen. Nun arbeitet sie daran, "perfekter zu werden".
Von Rita Türpe
Erschienen am 14.11.2008
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