Kinder erlernen die Erste Hilfe
Frank Mattheuer steckt viel Kraft in Jugendarbeit in Hartmannsdorf - Miteinander der Generationen ist ihm wichtig
Wie reagiert man bei einem Notfall? Das erklärt der Hartmannsdorfer Frank Mattheuer den Kindern der DRK-Jugendgruppe, Svenia Dittrich (links), Dana Klehm und Livia Harzendorf (rechts) beim Erste-Hilfe-Training.
Foto: Andreas Truxa
Hartmannsdorf. Hartmannsdorf hat eine der aktivsten Jugend-Rotkreuz-Gruppen der Region. Maßgeblichen Anteil daran hat Frank Mattheuer. Er leitet die etwa 40 Kinder und Jugendliche zählende Gruppe an. Bereits seit mehr als 30 Jahren engagiert er sich für die Ausbildung junger Sanitäter in Hartmannsdorf.
Das Besondere daran: Bei den Ersten-Hilfe-Nachmittagen und weiteren Freizeitangeboten, die der 46-Jährige in seinem Heimatort gestaltet, werden gleich mehrere Fliegen mit einer Klappe geschlagen. "Nicht Junge und Alte getrennt, sondern alle Generationen gemeinsam", lautet Mattheuers Motto. Er findet, dadurch können jüngere Leute am besten in Aufgaben hineinwachsen, so beispielsweise auch bei der Ersten Hilfe. Ältere wiederum bewahre die Arbeit mit den Kindern davor, "betriebsblind" zu werden. "Betraut man Kinder und Jugendliche von klein auf mit interessanten und lösbaren Aufgaben, lernen sie, Verantwortung zu tragen", steht für Mattheuer fest. Dass es Mühe macht, "etwas zu bewirken", habe ihn nie abgeschreckt.
Gern in seinem Heimatort Hartmannsdorf zu leben und sich dafür einzusetzen, dass die Gemeinde lebenswert bleibt, das gehört für Frank Mattheuer untrennbar zusammen. "Ich bin in Hartmannsdorf geboren und aufgewachsen. Familie, Haus und Arbeit binden mich an den Ort", sagt er. Vereine, so die Überzeugung des 46-Jährigen, bestimmen das Klima im Dorf ganz wesentlich mit.
Zum Wohlfühlen gehört für Frank Mattheuer auch, "dass die Menschen miteinander auskommen". Er ist überzeugt, dass sie dazu miteinander reden und füreinander da sein müssen.
Die Altersspanne in der Jugend-Rotkreuz-Gruppe reicht von 5- bis zu 27-Jährigen. "Die Heranwachsenden sind begeisterungsfähig, aufgeschlossen und mit dem Herzen bei der Sache", freut sich ihr Chef.
Die Treffen an jedem Montagabend, Wochenendausflüge, Wettkämpfe und Feiern bescheren ihm viel Arbeit. Hinzu kommen die eigene Weiterbildung sowie Aktivitäten, um schon Grundschüler als junge Sanitäter zu gewinnen.
Von Rita Türpe
Erschienen am 13.11.2008
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