Eisenbahn-Verein will Strecke im oberen Erzgebirge wiederbeleben
Deutsche-Bahn-Tochter nutzt den Schienenstrang lediglich noch für Dienstfahrten
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Schwarzenberg (ddp-lsc). Zwischen Schwarzenberg und Annaberg-Buchholz sollen im kommenden Jahr wieder regelmäßig Personenzüge fahren. Der Verein Sächsischer Eisenbahnfreunde aus Schwarzenberg wolle an mindestens fünf Wochenenden zwischen Mai und Oktober einen Triebwagen im sogenannten touristischen Ausflugsverkehr auf die obererzgebirgische Strecke schicken, teilten die Traditionseisenbahner mit. Seit 1997 fahren keine planmäßigen Reisezüge mehr auf dieser eingleisigen Verbindung, die im Jahr 1889 in Betrieb genommen worden war.
Die Deutsche-Bahn-Tochter Erzgebirgsbahn nutzt den Schienenstrang lediglich noch für Dienstfahrten. Die Strecke ist vor allem für das imposante Markersbacher Viadukt bei Eisenbahnfans im In- und Ausland bekannt. Mit dem Ausflugsverkehr will der Verein einem etwaigen Stilllegungsantrag der Deutschen Bahn aus wirtschaftlichen Gründen vorbeugen.
Die Verkehrstage stehen bereits fest, genaue Fahrpläne und Fahrpreise aber noch nicht. Die Strecke Schwarzenberg-Annaberg-Buchholz war einst in ein dichtes Bahnnetz integriert. Abzweigstrecken führten nach Oberrittersgrün, Crottendorf und Zwönitz. Aktuell ist Schwarzenberg noch mit Johanngeorgenstadt, Zwickau und Karlsbad (Karlovy Vary) auf dem Schienenweg verbunden, der Endpunkt Annaberg-Buchholz mit Chemnitz, Cranzahl sowie Weipert (Vejprty).
In diesem Jahr hatte die Deutsche Regional-Eisenbahn bereits Ausflugsverkehre an Wochenenden zwischen Riesa, Falkenberg und dem Spreewald über von der Deutschen Bahn nicht mehr genutzte Gleise angeboten. Wegen Störungen an den betagten Fahrzeugen und geringer Nachfrage wurde der Verkehr jedoch vorzeitig eingestellt.
(ddp)
Erschienen am 19.11.2008
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